Wir Blogger wollen unsere Leserschaft unterhalten. Wir teilen unsere Hobbies mit unseren Lesern, oder geben Ihnen Tips, wie sie in dem was sie machen, besser werden können.
Aber manchmal springt der Funke nicht über.
Denn unsere Artikel funktionieren nicht. Sie überzeugen die Leser nicht, entfachen kein Feuer.
Der Traffic bleibt aus.
Ihr kennt vielleicht das Problem.
Um zu verstehen, wie ich selbst bessere Stories schreiben kann, habe ich mir dazu das Buch „TELL ME! Wie Sie mit Storytelling überzeugen“ von Thomas Pyczak gekauft.
Thomas Pyczak ist selbst Journalist und Roman Autor und lehrt Firmen, gute Stories zu erzählen.
Er führt in seinem gut strukturierten und lesbaren Buch durch die Kunst des Storytellings.
Pyczak erzählt von den Grundlagen, berichtet darüber was im Gehirn bei guten Geschichten passiert, erklärt wie man gutes Storytelling auch bei Vorträgen und im Beruf einsetzen kann.
Ich möchte Stories erzählen, die so gut funktionieren, wie die, von denen er berichtet.
Geschichten sind so alt wie die Menschheit. Schon unsere Urahnen gaben ihr Wissen mit Hilfe von Geschichten am Lagerfeuer weiter.
Und das ganze funktioniert lediglich über sieben verschiedene Muster nach denen Geschichten erzählt werden (so der britische Journalist Christopher Booker):
- Das Monster überwinden
- Vom Tellerwäscher zum Millionär
- Die Suche
- Reise und Rückkehr
- Komödie
- Tragödie
- Wiedergeburt
Jede Geschichte die wir erzählen, lässt sich mehr oder weniger in eine diese Kategorien einteilen. Das demonstriert Pyczak während seiner Reise durch die Welt des Storytellings an verschiedene längeren und kurzen exzellente Beispielen guten Storytellings:
Dieser kurze Werbespot zum Superbowl zum Beispiel fällt unter die Kategorie: Reise und Rückkehr. Ein kleiner Labrador Welpe büchst aus und sucht das Abenteuer. Mit dem Pferdeanhänger gelangt er in die große Stadt, und gerät in den Verkehr. Die Zuschauern fiebern mit. Er sucht den Weg zurück und begegnet dabei einem Wolf. Der Zuschauer ist entsetzt und hat Angst um den armen kleinen Welpen. Doch die Geschichte nimmt ein gutes Ende. Die Pferde von dem Hof von er Reiß ausgenommen hat, die seine Freunde sind, kommen ihm zur Hilfe und retten ihn.
Pyczak zeigt auch, wie man mit Storytelling brillante Vorträge halten kann , wie die Siegesrede von Barack Obama nach seiner Wahl zum US Präsidenten im Jahr 2012.
Dessen Reden folgen immer bestimmten Regeln:
- Dauer von maximal 20 Minuten
- Der Inhalt ist wichtiger als die Worte
- Die Argumente der Gegner in die Rede aufnehmen
- Das Publikum genau kennen
- Emotionen brauchen Kopfkino
Eine der wichtigsten Regeln ist hierbei, wie bei allen Stories die man schreibt, sein Publikum genau zu kennen. Denn dieses bedarf stets der richtigen Ansprache und hat bestimmte Vorlieben.
Pyczak unterscheidet hier zwischen typischen Mustern, in die sich die Leser einteilen lassen:
- Bedürfnis nach Nähe
- Bedürfnis nach Distanz
- Bedürfnis nach Dauer
- Bedürfnis nach Wechsel
Diese Sehnsüchte der Menschen sollten Geschichtenerzähler stets im Blick haben, wollen sie eine oder gar alle dieser verschiedenen Gruppen mit ihrer Geschichte ansprechen und überzeugen.
Dem Autor gelingt es ein hoch interessantes Buch vorzulegen, dass mich sehr inspiriert hat und dessen Lektionen mir sehr im eigenen Bloggerleben und Berufsalltag nützlich sein werden.
Wem ich Interesse auf dieses Buch machen konnte, der kann es hier erwerben (und unterstützt meinen Blog auch damit ein wenig 🙂 )
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